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Ich arbeite seit über einem Jahr mit ChatGPT, seit Anfang des Jahres mit Gemini und seit 6 Wochen mit Claude. Und in diesen 6 Wochen ist in meinem Business mehr passiert als in den zwölf Monaten davor. Das heißt nicht, dass ChatGPT bei mir raus ist. Es heißt, dass ich aufgehört habe, nach dem einen besten Tool zu suchen, und angefangen habe, jedes für das zu nutzen, was es wirklich gut kann.

Ich bin Jasmin Grigutsch, Business-Architektin, und ich begleite seit über 20 Jahren Selbstständige und kleine Unternehmen bei Digitalisierung und Transformation. Ich rede also nicht aus dem Kurs heraus, sondern aus der Praxis. Genau deshalb erzähle ich dir hier nicht, welches Tool das beste ist, sondern wie ich die drei tatsächlich einsetze und warum.

Mein KI-Weg, kurz erzählt

Angefangen hat alles mit ChatGPT, genauso wie du. Ich habe damit meine Texte erstellt, mir erklären lassen, wie ich meine Notion-Tabellen aufbaue, und mir irgendwann ganze Prompt-Bibliotheken gebaut, weil ich nicht jedes Mal denselben Kontext neu eintippen wollte. Dann kam Gemini dazu, was die Textqualität schon deutlich verbessert hat und bin vor ein paar Wochen Claude umgestiegen. Damit mache ich viele Automationen und baue mir ein selbstlerndes System. Drei Tools, drei Phasen, jedes hat meinen Arbeitsalltag verändert. Damit du das nachvollziehen kannst, lohnt sich ein kurzer Blick unter die Haube. Denn der eigentliche Unterschied liegt nicht im Chatfenster, das sieht überall fast gleich aus. Er liegt darunter.

Wie ChatGPT funktioniert, und wo es klemmt

ChatGPT besteht aus vielen einzelnen Chats, und jeder Chat ist erst einmal eine Insel. Was du in einen Chat besprochen hast, weiß der nächste nicht. Zumindest war das am Anfang so. Du musst den Kontext jedes Mal neu einfügen: deinen Stil, deine Angebote, deine Zielgruppe.

Bei ChatGPT kann man GPTs erstellen. Das sind definierte Aufgaben an die KI. Hier kannst du genau sagen, was wie abgearbeitet werden soll. Und

Dazu kommt die Währung, mit der all diese Tools arbeiten, nämlich Tokens. Stell dir Tokens als das Kurzzeitgedächtnis vor. ChatGPT kann sich pro Chat ungefähr 100.000 davon merken. Das klingt nach viel, ist aber schnell voll. Drei Seiten Word-Dokument verbrauchen ca. 5000 Token. Das erklärt, warum dir ChatGPT am Anfang sagt, du musst genau diesen Aufbau für deinen Text machen, etwas genauso positionieren, damit das Angebot ankommt und dann auf dem Landingpage Text sich nichts davon wiederfindet. Als hätte er alles vergessen, was du vorher besprochen hast. Hat er auch.

Es ist wie ein Praktikant, der nach vier Stunden Meeting den ersten Punkt nicht mehr weiß. Ab einer gewissen Länge fängt ChatGPT an, Dinge zu vergessen, und driftet ab.

Später kam der interne Speicher dazu. Der hilft, dass du den Kontext nicht immer bei jedem Prompt ergänzen muss und war eine riesen Verbesserung.

Was Gemini anders macht

Gemini funktioniert im Kern genauso. Die eigenen Anleitungen heißen dort Gems statt GPTs, es gibt internen Speicher, die Logik ist dieselbe. Der große Unterschied sind die Tokens: Gemini verarbeitet etwa zehnmal so viele, also rund eine Million.

Für mich hat das einen echten Unterschied gemacht, vor allem bei langen Texten. Gemini behält über mehrere Seiten und Gedankengänge den Überblick, deshalb sind meine Website-Texte damit deutlich konsistenter geworden. Trotzdem bleibt es im Kern dieselbe Insel-Logik. Ein Praktikant mit besserem Gedächtnis, aber immer noch einer, dem du den Kontext servierst.

Warum Claude anders funktioniert

Und jetzt kommt der Punkt, an dem es für mich wirklich anders wurde. Claude hat auch Chats, internen Speicher, all das. Aber Claude kann sich den Kontext selbst holen, aus externen Quellen, die du angebunden hast. Mein ganzes Wissen liegt in meinem Notion, und Claude greift direkt darauf zu. Ich muss keine ewig langen Prompts mehr pflegen und nichts mehr hin- und herkopieren.

Möglich macht das ein offener Standard namens MCP (=Model Context Protokoll), über den KI-Tools mit anderen Programmen reden. Bildlich gesprochen: ChatGPT ist ein Praktikan, der nur das nutzen darf, was du ihm gerade auf den Tisch legst. Claude ist ein Assistent, der den Schlüssel zu deinem Büro hat und in die richtigen Ordner schauen darf (die du freigibst – natürlich nicht alles).Über MCP verbinde ich Claude mit Notion, mit Make, mit VidIQ. Ich rede im Chat über meine Strategie, und am Ende sage ich einfach: trag die fünf Videoideen in mein Notion ein. Und Claude macht das.

Dazu kommt das Browser-Plugin: Claude kann Webseiten für mich bedienen, zum Beispiel mein Notion lesen und daraus mein LinkedIn-Profil aktualisieren, während ich danebensitze und zuschaue. Das ist sehr langsam, weil ständig Screenshots gemacht werden, aber es erledigt Dinge, die ich sonst gar nicht angefasst hätte.

Schlussendlich ist da Cowork. Das ist teil der Desktop-Anwendung, die du auf dem Rechner installierst. Cowork baut sich eigene kleine Abläufe, legt sie ab und wendet sie wieder an. Das ist wie ein IT-Mensch, der für mich Software schreiben kann, ohne, dass ich jemanden anstellen muss. Aus solchen Abläufen mache ich mir dann Skills, kleine wiederverwendbare Arbeitsanweisungen, die auf meine externen Quellen zugreifen und mit mir mitlernen.

Wofür ich welche KI nutze

Jetzt der praktische Teil, denn genau hier liegt für mich der eigentliche Wert. Es gibt nicht die eine beste KI. Es gibt für jede Aufgabe das passende Werkzeug. So sieht meine Aufteilung aus:

  • Texte (Blog, Social Media, Webseite): früher ChatGPT, dann Gemini, heute Claude. Claude versteht meinen Kontext aus Notion und schreibt in meiner Stimme, und alles passiert in einem Tool.
  • Bildgenerierung: ChatGPT. Die neue Engine macht richtig schicke Ergebnisse, da kommt für mich aktuell nichts ran.
  • Mindset und Pep-Talk: auch ChatGPT. Niemand formuliert so eloquent und begründet, warum man toll ist. Klingt albern, hilft aber an manchen Tagen.
  • YouTube-Recherche und Keywords: VidIQ, direkt. Das ist spezifischer als jede generelle KI und hat eine echte Datenbasis.
  • Tool-Integrationen: Claude und Cowork, weil sie konkret Dinge tun statt nur Copy-Paste zu liefern.
  • Schnelle Allgemeinfragen: oft ChatGPT. Dafür habe ich einen Sammel-Chat, in den die Hecke und das Abendrezept wandern, damit mir die Seitenleiste nicht zumüllt.
  • Standardisierte Abläufe: Cowork. Es denkt beim Aufbau von Prozessen mit, optimiert sich selbst und löst die nervigen Probleme.

Was sich für mich konkret geändert hat

Drei Dinge sind anders, seit ich mit Claude arbeite. Der Kontext liegt ausgelagert in meinem Notion, statt in irgendeinem internen Speicher zu versumpfen. Lästiges Kopieren und ewig lange Prompts fallen weg. Die Sprache klingt nach mir, nicht nach KI, weil Claude meinen Stil schon aus drei, vier Beispielen erfasst. Dazu kommt etwas, das ich vorher nie gemacht hätte: Nervige Aufgaben erledigen. Z.B. einen Coaching Bericht aus Notizen erstellen. 43 Folien auf Knopfdruck, genau wie ich sie haben will. Oder alle meine LinkedIN Kontakte durchgucken, und Gesprächsanknüpfungspunkte finde. Solche Aufgaben waren mir früher zu aufwendig. Jetzt sind sie eine Sache von einer halben Stunde.

Die Gefahr, über die keiner spricht

So begeistert ich bin, eine Sache muss ich dazusagen, weil sie sonst untergeht. KI macht dein Business nicht automatisch besser. Sie kann es sogar komplizierter machen, wenn keine Struktur darunter liegt. Drei KIs heißt eben auch: drei Tools trainieren. Und du musst kontrollieren, was die KI tut, wie bei einem Assistenten, dem auch mal ein Fehler durchrutscht. Genau das ist der Punkt: Der wichtigste Skill ist heute nicht, das Tool zu bedienen. Es ist, Prozesse durchdenken und beschreiben zu können, bevor man sie an die KI übergibt.

Fazit, Claude vs ChatGPT, mein ehrliches Zwischenergebnis

Wenn du mich nach Claude vs ChatGPT fragst, ist meine Antwort klar: Ich bin totaler Fan von Claude geworden. Claude ist für mich DER  Gamechanger. Für Bilder, den gelegentlichen Pep-Talk und schnelle Zwischenfragen bleibt ChatGPT. Am Ende läuft es darauf hinaus, dass nicht das Tool entscheidet, sondern wie klar du weißt, wofür du es einsetzt. Ich habe enorm an Produktivität gewonnen, aber nicht, weil ich die beste KI gefunden hätte. Sondern weil ich angefangen habe, jede für ihre Stärke zu nutzen.

Wenn du jetzt denkst, du willst Claude oder KI generell endlich richtig für dein Business nutzen, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst, dann setze ich genau da an. Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch herausfinden, wo dein größter Hebel liegt. Hier kannst du dir einen Termin buchen.

Über die Autorin Jasmin Grigutsch

Meine Leidenschaft sind Themen wie Strategisches Marketing, Positionierung und Marketing sowie Struktur und Prozesse. Ich unterstütze Selbstständige Powerfrauen dabei, ihr Kopf-Choas zu strukturieren und ihr Business smart statt hart aufzubauen. In meinem 1:1 Sparring entwickeln wir individuelle Lösungen für dich und in meinen Kursen lernst du das Thema Business-Aufbau unterhaltsam aus einer anderen Perspektive kennen.

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